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Im Glühweinrausch – Glühwein selbst machen

In der Adventszeit strömen wir auf die Weihnachtsmärkte und biegen so schnell wie möglich Richtung Glühweinstand ab. Mit Glühweinkochern oder Einkochautomaten könnt ihr euch euren Glühwein selbst machen. Hier erfahrt ihr, was ihr bei der Glühweinzubereitung beachten müsst.

Glühwein selbst machen

Grundsätzlich sollte ihr für Glühwein keinen Wein benutzt, den ihr nicht auch so trinken würdet. Der Rot- oder Weißwein, den ihr als Basis für euren Glühwein verwendet, sollte fruchtig und halbtrocken oder trocken sein. Folglich eignet sich Riesling bestens für weißen Glühwein. Für roten Glühwein empfehlen wir Spätburgunder. Bei den Gewürzen ist eurer Kreativität keine Grenze gesetzt. Je nach Geschmack könnt ihr euren Glühwein mit allen möglichen winterlichen Gewürzen verfeinern. Typische Glühweingewürze sind Zimt, Kardamom oder Nelke.

Glühwein – die typischen Gewürze

Nelken

Nelken

Die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaumes gehören zur Familie der Myrtengewächse und dürfen beim Glühwein nicht fehlen. Denn Gewürznelken duften nicht nur gut, sie verleihen dem Wein auch eine angenehm leichte Schärfe. Nelken wirken antibakteriell, außerdem wird ihnen eine verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt.

Zimt

Die Rinde des tropischen Zimtbaumes ist ein unverzichtbares Glühweingewürz. Zimt kann die Blutzuckerwerte und außerdem den Cholesterinspiegel senken. Gleichzeitig kurbelt Zimt als wärmendes Gewürz den Stoffwechsel an. Sparsam angewendet, verleiht es dem Glühwein den typisch süßlichen und angenehmen herben Geschmack.

Zimt
Anis

Anis

Anis gehört zur Familie der Doldenblütler und gilt als Heil- und Gewürzpflanze. Als Tee lindert Anis Husten, beruhigt und wirkt schlaffördernd. Der Geruch von Anis erinnert an Lakritze. Am intensivsten entwickelt sich das Aroma der Anis-Samen, wenn sie im Mörser gestoßen werden. Als Gewürz schmeckt Anis würzig-herb und süßlich-aromatisch und wird zum Würzen von Weihnachtsgebäck, Brot, Kuchen oder auch Glühwein verwendet.

Weniger ist mehr

Da die Gewürze sehr intensive Aromen haben, sollten sie eher sparsam dosiert werden. In zu hoher Konzentration machen Gewürznelken das Getränk schnell ungenießbar. Zimt und Kardamom können bei zu hoher Konzentration die Aromen des Weins überdecken. Zum Süßen eignen sich Honig, Agavendicksaft oder Rohrzucker, aber auch in puncto Süße gilt: weniger ist mehr.

Der Rezept-Klassiker

8 Personen

  • 1,5 L  Rotwein
  • 0,5 L  Traubensaft
  • 4 EL  Zitronensaft
  • 75 ml  Agavendicksaft
  • 2 Orangen
  • Bio-Zitrone
  • 1-2  Sternanis
  • 5 Nelken
  • 2 Zimtstangen
Ratgeber Glühwein

Zubereitung

Erwärmt den Rotwein zusammen mit dem Agavendicksaft, dem Trauben- und dem Zitronensaft. Achtet darauf, dass ihr den Glühwein nicht zu stark erhitzt oder gar siedet. Dadurch könnten sich Bitterstoffe entwickeln und die Fruchtaromen verloren gehen. Ab einer Temperatur von 78 Grad Celsius entweiche außerdem der Alkohol.

In der Zwischenzeit könnt ihr die Orangen und die Zitrone waschen und in Scheiben schneiden. Lasst die Orangen- und die Zitronenscheiben, die Nelken, die Zimtstangen und den Sternanis für circa 5 Minuten darin ziehen. Je nach Geschmack könnt ihr euren Glühwein mit Agavendicksaft nachsüßen.

Tipp

Wenn ihr euren Glühwein nach dem Erhitzen ein paar Stunden oder sogar über Nacht ziehen lasst, können sich die Aromen voll entfalten.

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